Leasing KnowHow

Alles was Sie über Leasing wissen müssen

  • Finanzierung: Wer zu seinem Auto einen eher entspannten Zugang hat, findet im Leasing jetzt eine günstige Finanzierungsvariante.

Es gibt Produkte, bei deren Erwerb sich der Verstand dezent zurückzieht, und dazu zählt – zumindest in vielen Fällen – das Auto. Oder würden Sie einen Elektroherd kaufen, weil seine Metallic-Lackierung so hübsch glänzt, er aufregend aussieht und 10.000 Watt verbraucht?

Ein gutes Gefühl, mit 300 PS im Stau zu stehen. Bei der Wahl eines Autos spielt die emotionale Komponente oft eine entscheidende Rolle, und dies behindert bisweilen eine Finanzierungsmethode, die durchaus ihre Vorteile hat: das Leasing. “Leasing ist günstiger als die Kreditfinanzierung“, lautet das klare Fazit einer Untersuchung der Arbeiterkammer Oberösterreich, die jüngst verschiedene Finanzierungsvarianten für den fahrbaren Untersatz untersucht hat.

Wer sich zu seinem Gefährt emotional so hingezogen fühlt wie zur Gefährtin und die Verbindung fürs Leben (oder bis zum nächsten Totalschaden) mit einem Trauschein – pardon: Zulassungsschein – besiegeln will, liegt hier allerdings falsch: Im Falle von Leasing prangt nämlich nicht der Name des stolzen Fahrzeugbenützers auf der Zulassung, sondern der wahre Eigentümer, und das ist die Leasinggesellschaft. “Es eignet sich also für Menschen mit einem eher unemotionalen, sachlichen Zugang“, beschreibt Michael Osinger von der zur Erste Group gehörenden s-Autoleasing die Zielgruppe.

Wer ein Auto auf Kredit erwirbt, schuldet der Bank zwar den Betrag, doch das Auto gehört (in der Regel) dem Käufer der sofort den gesamten Kaufpreis finanzieren muss. Bei Leasing kauft die Finanzierungsgesellschaft das Fahrzeug, der Leasingnehmer bezahlt nur für dessen Nutzung.

Was die Gesamtkosten betrifft, schlägt Leasing derzeit die Kredite. Das günstigste, von der AK Oberösterreich ermittelte, Leasing-Angebot für einen VW Golf im Wert von 20.400 Euro liegt bei Gesamtkosten von 21.979 Euro (Raiffeisenlandesbank OÖ). Der günstigste Kredit kommt bei der Bawag auf 22.567 Euro: in Summer also knapp 600 Euro mehr. Sogar innerhab des gleichen Institutes stellt sich Leasing als die (freilich nur geringfügig) günstigere Finanzierungsform heraus: Leasing kostet bei der Bank Austria insgesamt 22.609 Euro, ein Kredit 22.683 Euro.

Die Preisunterschiede sind zwar nicht so gravierend, allerdings ist zu bedenken, dass Leasing flexibler macht als der Kauf eines Autos.

Teure Bindung

Entscheiden muss sich ein Leasingnehmer ob er die Variante mit oder jene ohne Anzahlung wählt. In jedem Fall sind zwei Parameter zu beachten: die Leasingdauer (üblicherweise 60 Monate) und der Restwert – also jener Betrag, der am Ende dieser Periode noch zu bezahlen wäre, wenn das Fahrzeug in den Besitz des Leasingnehmers übergehen soll. Die Unterschiede betreffen die Gestaltung der monatlichen Leasingzahlung.

> Bei einem Leasing ohne Anzahlung sind keinerlei Eigenmittel erforderlich. Hier werden im Gegenzug aber höhere Monatsraten fällig.

> Bei einem Leasing mit “Depot“ erfolgt eine Vorauszahlung auf den Restwert, was die Leasingraten mindert.

Einkalkulieren müssen Leasingnehmer auch, dass die Anbieter bei Abschluss des Vertrages immer auf eine Vollkasko-Versicherung bestehen, was die Sache – siehe Rechenbeispiel – verteuert. Neuwagenkäufer neigen aber ohnedies dazu, ihr Vehikel gegen alle möglichen Schäden zu versichern.

Bleibt noch die Frage nach den besten Anbietern. Die Konkurrenz auf dem Leasing-Markt ist groß. So verfügen praktisch alle größeren Automarken über eigene Banken, die Kfz-Leasing anbieten. Die naheliegende Annahme, dass das hauseigene Angebot auch das beste ist, trifft keineswegs immer zu. Am Höhepunkt der Finanzkrise war es für die (kleinen) Autobanken nämlich schwieriger, an Liquidität zu kommen, als für die großen Institute.

Leasinggesellschaften, die Autoimporteuren nahestehen, neigen außerdem eher dazu, die Restwerte ihrer Automarke tendenziell höher anzusetzen. Das senkt zwar die monatlichen Kosten, kann nach Ablauf der Vertragsdauer aber zu unangenehmen Überraschungen führen: Falls die Absicht besteht, das Fahrzeug selbst zu erwerben, verteuert dies den Kauf. Ist dagegen daran gedacht, aus dem Vertrag auszusteigen, wird das Fahrzeug mindestens drei Händlern angeboten. Ist kein Händler bereit, den angenommenen Restwert zu bezahlen, muss der Leasingnehmer für die Differenz selbst aufkommen – oder er entschließt sich zu einem Anschlussleasing bei der gleichen Marke. Ein hoch angesetzter Restwert dient den Autoimporteuren somit oft als verstecktes Kundenbindungsprogramm.

Für Leasingnehmer teuer kann der unachtsame Gebrauch des Fahrzeugs kommen. Die Restwerte orientieren sich an den Werten der Eurotax-Liste. Diese beziehen sich auf ein durchschnittlich abgenutztes Fahrzeug. Wer sein Auto vernachlässigt – Parkschäden, Beschädigung von Sitzen oder Innenverkleidung und Rost – sollte ebenfalls damit rechnen, den kalkulierten Restwert nicht zu erreichen und für die Differenz gerade stehen zu müssen. Vor allem bei Kunden mit schlechterer Bonität verlangen Leasinggesellschaften oft zusätzliche Sicherheiten. Der Wertverfall zu Beginn der Lebensdauer eines Autos führt nämlich dazu, dass der Leasinggegenstand als Sicherheit einen möglichen Forderungsausfall nicht abdeckt.

Zinstief

Bei Leasing und Kredit orientieren sich die Zinsen am aktuellen Zinsniveau, meist am 3-Monats-Euribor (Zinssatz, den Banken einander verrechnen). In beiden Fällen sind Fixzinsvereinbarungen möglich. Dadurch steigen allerdings Kreditraten bzw. Leasingzahlungen. Angesichts der relativ kurzen Leasingdauer stellt der Verzicht auf fixe Zinsen kein großes Risiko dar. Wer bei einem Autokauf seine Liquidität nicht übermäßig strapazieren möchte oder nicht über das nötige Bargeld verfügt, für den stellt Leasing somit eine derzeit günstige Finanzierungsmöglichkeit dar.

Text Arbeiterkammer

Kfz-Lea­sing

Ein Auto über Leasing zu finanzieren, kommt teurer als mit einem Kredit. Das zeigt eine aktuelle AK Analyse bei acht Autohändlern. Die Angebote der Autohändler sind oft mangelhaft – es fehlen etwa Angaben über Zinssätze oder Gesamtbeträge. Bemerkenswert: Die verlangte Vollkaskoversicherung war nie in den Zinssätzen eingerechnet, obwohl das vorgeschrieben ist.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat im Auftrag der AK Kfz-Leasing unter die Lupe genommen. Es wurden Werbeinserate analysiert sowie ein Mystery Shopping für acht Mittelklasseautos bei acht Autohändlern durchgeführt, wobei die Tester Finanzierungsangebote (Kfz-Leasing, Kredit) angefragt haben.

Angebote lassen oft zu wünschen übrig

Die AK Analyse zeigt: Autohändler favorisieren vor allem das Restwertleasing (Variante mit einem vereinbarten Restwert am Laufzeitende). Die Effektivzinssätze (Zinssatz inklusive Nebenkosten) der Leasingangebote (48 Monate Laufzeit) der Autohändler lagen bei 5,2 bis 7,4 Prozent (ohne Versicherungskosten).

Die AK bemängelt, dass Zinssatzangaben überhaupt fehlten. Außerdem sind in Effektivzins-Berechnungen nicht alle Kosten enthalten. Denn die Verkaufsberater in den Autohäusern verlangten in den Beratungsgesprächen immer den Abschluss einer Vollkaskoversicherung. Laut Gesetz sind alle Nebenleistungen im effektiven Jahreszins einzurechnen. Aber: In keinem Kfz-Leasingangebot war die faktisch verlangte Vollkasko-Versicherung im effektiven Jahreszinssatz berücksichtigt. Wird die Vollkaskoversicherung eingerechnet, schnalzen die Effektivzinssätze auf 7,55 bis 23,4 Prozent hinauf. Der AK Test zeigt, dass Kfz-Leasing nicht günstiger ist als ein Privatkredit.

Kreditangebote waren Mangelware

Bei den Privatkrediten betrugen die günstigsten Effektivzinssätze 4,6 Prozent (Stand: August 2012, AK Bankenrechner). Die Autohändler zogen bei der Finanzierung offenbar das Leasing dem Kredit vor: Kreditangebote waren Mangelware.

Zinsen und Spesen verhandeln: Im Regelfall fällt eine einmalig verrechnete Bearbeitungsgebühr an. Sie ist verhandelbar. Die acht besuchten Autohändler verlangten Bearbeitungsgebühren von 0,5 bis ein Prozent vom verlangten Anschaffungspreis. In zwei von acht Fällen war unklar, wie hoch die Bearbeitungsgebühr ist. Die AK rät, nicht gleich das erstbeste Leasingangebot beim Autohändler zu unterschreiben, sondern alternative Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken oder anderen Leasinggesellschaften zu prüfen.

Klare Infos für Leasingnehmer!

Die AK verlangt anlässlich ihres aktuellen Auto-Leasingtests bessere Informationen für KonsumentInnen. Dazu gehört vor allem die verpflichtende Aushändigung der Standardinformationen des Verbraucherkreditgesetzes beim ersten Beratungsgespräch.

Der AK Leasingtest bei acht Autohändlern zeigt: Die Qualität der schriftlichen Informationen war sehr mangelhaft. In keinem einzigen Fall erhielten die Testkäufer das „Musteroffert“ gemäß Verbraucherkreditgesetz mit vorgeschrieben Angaben zu Kosten, Zinsen und wichtige Eckpunkte der Finanzierung. Dieses standarisierte Informationsblatt („Europäische Standardinformation für Kreditierungen nach dem Verbraucherkreditgesetz“) soll Kredit- und Leasingnehmern einen Zins- und Kostenvergleich vor Vertragsabschluss ermöglichen.

Die ausgehändigten Offerte entsprachen nicht den Informationsvorgaben des Verbraucherkreditgesetze und waren zudem höchst löchrig: Es fehlten wichtige Informationen: In vier (von acht) Offerten fehlte die Angabe des Sollzinssatzes, und in drei war kein Effektivzinssatz zu finden. In jeweils zwei Angeboten fehlten die erforderliche Angabe des Gesamtbetrages (also die Summe aller Zahlungen wie Anzahlung, Leasingraten und Restwert an die Leasinggesellschaft) und die konkrete Angabe der Rechtsgeschäftsgebühr.

FORDERUNG

Die Konsumenten brauchen klare Informationen. Daher verlangt die AK:

  1. Verpflichtende Aushändigung der Standardinformationen des Verbraucherkreditgesetzes beim ersten Beratungsgespräch: Denn der Informationszweck des Verbraucherkreditgesetzes beinhaltet, dass Kredit- und Leasingnehmer die Angebote in Ruhe prüfen und vergleichen können.
  2. Zweiwöchiges Rücktrittsrecht: Leasingverträge sollen mit anderen Verbraucherkreditverträgen gleich gestellt werden. Die hohe Komplexität des Produktes sprechen dafür, dass es auch beim Leasing eine Cooling-off-Phase analog zum Konsumkredit ab Vertragsabschluss geben soll.
  3. Bessere Darstellung von Kosten bereits in der Werbung: Es sollte ein Verbot geben, dass die Kostenangaben in der Werbung (das sogenannte repräsentative Beispiel, das bei Zahlenwerbung anzugeben ist) im „Kleingedruckten“ versteckt werden.

Tipps zur Autofinanzierung

  • Vergleichen Sie Angebote: Wenn schon eine Fremdfinanzierung, dann unbedingt mehre Varianten vergleichen, also Leasingfirma, Autohändler, Kredit. Die Unterschiede sind groß und Zinsen sowie Spesen (Bearbeitungsgebühren bei Vertragsabschluss) sind verhandelbar.
  • Achtung, Leistbarkeit prüfen: Erwägen Sie Leasing nur dann, wenn Sie ganz sicher sind, die monatlichen Leasingraten ohne Schwierigkeiten zahlen zu können. Bei der Finanzierung ist auch auf die Höhe des Restwertes zu achten – denn eine niedrige Leasingrate kann mit einem hohen Restwert „bezahlt“ werden. Es ist ratsam, einen realistischen Restwert zu vereinbaren, also ein Wert der dem voraussichtlichen Marktwert entspricht.
  • Vielzahl an Leasingvarianten. Beim Kfz-leasing gibt es eine Menge an unterschiedlichen Modellen wie Vollamortisationsleasing (kein Restwert), Depot-Leasing (hinterlegte Depotzahlung) sowie Kombivarianten mit Anzahlung und/oder Depot. Wichtig ist, dass Sie sich nicht von Begriffen oder einer niedrigen Leasingrate im Werbeinserat beeindrucken lassen, sondern auf die Eckpunkte der Finanzierung achten: Welche Kosten fallen an? Wie hoch ist der Effektivzinssatz? Wie hoch ist die Summe aller Zahlungen an die Leasinggesellschaft (Gesamtbetrag)? Wie ist die vorzeitige Auflösung des Vertrages geregelt? Wie teuer sind die Versicherungsverträge?
  • Vollkasko nicht vergessen: Eine derartige Versicherung ist beim Kfz-leasing fast immer verpflichtend vorgeschrieben. Klären Sie, ob diese Verpflichtung über die gesamte Laufzeit der Finanzierung besteht oder ob Sie zum Beispiel bei der Hälfte den Vollkaskoversicherungsvertrag aus der Sicht des Leasinggebers kündigen können.
  • Gesamtfahrleistung beachten: Viele Verträge enthalten eine vorgegebene Maximalfahrleistung (etwa insgesamt 40.000 Kilometer bei einer Laufzeit von vier Jahren oder 15.000 Kilometer pro Jahr). Eine realistische Einschätzung der Fahrleistung ist somit unumgänglich und wichtig – fährt man mehr, zahlt man auch mehr.
  • Informationen einfordern: Bestehen Sie unbedingt auf aussagekräftige Unterlagen, also verbindliche Angebote und das „Musteroffert“ gemäß Verbraucherkreditgesetz (Europäische Standardinformation für Kreditierungen) einfordern.
Kompetenz

Easy Leasing Europe

Wir unterstützen Sie
bei einer preiswerten Variante der Autobeschaffung
dem Leasing mit Garantiezinssatz.

Limited Gründen

Geschäftszeiten:

Unsere Telefonhotline ist
täglich 8 Stunden verfügbar.

Montag-Freitag:
9 Uhr - 17 Uhr

Wochenende:
nicht erreichbar

Erreichbar

Unser Geschäftsstellen

  • Demo

    Wien

    Wien 1150
  • Demo

    Bayern

    München

Kunden Support

Translate »